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Sinnbilder der Liebe Gottes - Die Herz-Jesu-Gemälde in der Mindelheimer Institut
Institutskirche Herz Jesu (Klosterkirche) (Mindelheim)
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Kirchenführer/-in: | |
Burch, Schwester M. Bernhardine Tel: 08261-7605-0 |
Die fast unbekannte kleine Kirche birgt einen der interessantesten Schätze der Frömmigkeitsgeschichte im süddeutschen Raum: die früheste erhaltene Herz-Jesu-Kirche. 1701, im Jahr ihrer Ankunft in Mindelheim, beschlossen die Englischen Fräulein, die zukünftige Kirche ihres Instituts dem Herzen Jesu zu weihen, einem noch nicht gestatteten Patrozinium, das besonders vorsichtig behandelt werden musste. Zudem war der von Mary Ward nach dem Vorbild der Jesuiten gegründete Frauenorden noch nicht von Rom aus anerkannt. So war auch auf Grund dieser Situation Vorsicht geboten, von der das ausgeklügelte Bildprogramm der Kirche zeugt.
Die Architektur des 1715-20 neu errichteten Instituts und dessen bildliche Ausstattung zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie ein ganzes Bauensemble dem zentralen theologischen Gedanken der Herz-Jesu-Verehrung untergeordnet wurde.
Das Herz ist hier als Personmitte Jesu zu verstehen, als Inbegriff seiner Liebe. Somit also ist die Herz-Jesu-Verehrung auf das Symbol der Liebe Gottes in Jesus Christus ausgerichtet. Ihre biblische Begründung findet sie in der Durchbohrung des gekreuzigten Jesus (Joh 19,34ff.). Zu Anfang des 18. Jahrhunderts setzte die volkstümliche Herz-Jesu-Verehrung ein, doch die offizielle Kirche blieb sehr zurückhaltend. Erst 1765 gestattete Papst Clemens XIII. auch öffentlich Messen und Offizium, die zuvor schon vielerorts gefeiert wurden.

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