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Balken, die die Welt bedeuten - Die Deckenbilder der Kreuzlegende
St. Martin (Klosterkirche) (Wiblingen)
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Kirchenführer/-in: | |
Gebauer, Dr. Emanuel Tel: 0711-5203210 Fax: 0711-5203210 Email: emanuel.gebauer@drs.de |
Wer heute "Kreuz" sagt, denkt an Leiden und Tod, und Christen meist sofort an Passion und Karfreitag, an den Tod Jesu.
Das war schon einmal ganz anders. Wer als einer der ersten Christen die jüdischen Schriften kannte und "Kreuz" sagte, dem lief ein wohliger Schauer über den Rücken. Denn wer zu den "Bekreuzten" gehörte, konnte sich zu denen zählen, die gerettet würden: Zwei sich kreuzende Striche auf der Stirn waren schon im Alten Testament das "Taw", das Erkennungszeichen, um "herausgeholt" zu werden ins Offene.
Und als schon in frühester Zeit die Christen sich und ihre Häuser "bezeichneten", da machten sie dieselbe Handbewegung wie einst die Israeliten in der Nacht vor ihrer Befreiung aus Ägypten, als sie ihre Türpfosten bestrichen. Nur: Aus den beiden Strichen des Hebräischen war ein griechischer Buchstabe geworden: Das "X", das "Siegel des Menschensohnes" (Mt 24,30)
In meiner Themenführung möchte ich mit Ihnen dem nachgehen, was im Zeichen des Kreuzes in den geöffneten Himmel geschrieben wurde. Sie können deswegen gerne Ferngläser mitbringen, denn wir bleiben am Boden! Wir werden uns aber in einem Raum bewegen, der ganz von dem Gedanken durchdrungen ist, dass vieles wenn nicht alles von eben diesem Zeichen abhängt.
Und wir werden die Geschichte einer Frau sehen, die der festen Überzeugung war, dass wir uns das "Zeichen" nicht einbilden müssen, sondern dass es kiloschwere Realität ist - Anlass für eine abenteuerliche Reise, Grund unseres Kirchenbaus: Balken, die die Welt bedeuten.
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Deckengemälde mit der Kreuzlegende, Basilika St. Martin Ulm-Wiblingen
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