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Taufstein
Kunst- und Baugeschichte
ein Becken aus Stein oder Metall, in welchem mit dem in der Osternacht geweihten Wasser die Taufe vollzogen wird. Der Taufstein hat in der Regel nur geringes Fassungsvermögen (1 bis 2 Liter) und dient der Taufe mittels Begießen oder Benetzen. Diese Art der Taufe setzte sich erst in nachreformatorischer Zeit durch. Bis ins 15./16. Jahrhundert war es hingegen üblich, den Körper bei der Taufe dreimal unterzutauchen. Dies geschah in einem Taufbecken (lat. piscina), das mit ca. 150 Litern Fassungsvermögen weit größer ist als ein Taufstein. Taufbecken und –steine sind oft im Westteil von Kirchen, nahe am Eingang oder im Querhaus aufgestellt, ab dem Spätmittelalter z.T. auch in eigenen Kapellen. Die Form kann höchst unterschiedlich sein: zylindrische, kelchförmige, würfelförmige oder polygonale Becken/Schalen, mit oder ohne Fuß bzw. Sockel, verziert mit Ranken, figürlichen oder szenischen Reliefs. Seit dem 15. Jahrhundert kann über dem Taufstein auch ein turmartiger oder mit Maßwerk verzierter Baldachin angebracht und der Taufbezirk durch kunstvoll geschmiedete Gitter vom Rest des Kirchenraumes abgetrennt sein.
Annegret Kotzurek
Referenzen

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