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Ambo
Kunst- und Baugeschichte
Ambo (von griechisch anabainein = hinaufsteigen), erhöhtes Podium oder Estrade mit einem Lesepult, von dem aus wohl seit dem 4. Jahrhundert bei liturgischen Feiern das Wort Gottes verkündet wurde. Das über einige Stufen zu betretende Podest des Ambo konnte rund, viereckig oder polygonal sein. Es konnte zwei Lesepulte tragen, von denen in frühchristlicher Zeit der südliche (im Blick auf den Altar rechte) der Verlesung der Epistel, der nördliche (linke) der des Evangeliums diente. Im Mittelalter wurde der Ambo an den Lettner verlegt und schließlich durch die Kanzel ersetzt. Mit der Liturgiereform gab man die Kanzeln auf führte den Ambo wieder ein. Als „Tisch des Wortes“ hat der Ambo wie der Altar als „Tisch des Mahles“ seinen Platz im Chor einer Kirche. Heute ist der Ambo nicht mehr nur der Ort, an dem Priester, Diakon oder Lektor die gottesdienstlichen Lesungen, das Evangelium und die Fürbitten vortragen, sondern auch der Platz, von dem aus der Priester den sonntäglichen Predigttext auslegt.
Annegret Kotzurek
Referenzen

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