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Buckel- oder Bossenquader
Kunst- und Baugeschichte
Der Bosse haftet etwas Provisorisches an, etwas Halbfertiges, und gerade darin liegt ihre "Vollkommenheit". Wenn auch als Quader baufertig zugerichtet, kommt in ihr doch noch die Rohheit, die Natur des Steins zum Vorschein, allerdings schon bearbeiteter als im reinen Bruchstein, der so genommen wird, wie ihn der Steinbruch hergibt. "Bosse" leitet sich vom mittelhochdeutschen schlagen ab, und in mittelhochdeutscher Zeit, unter den Staufern, blüht in unseren Breiten diese schon in der Antike und Altamerika bekannte Art der Steinbearbeitung. Die "Buckelquader, wie sie etwas griffiger genannt werden, sind geradezu das Kennzeichen der Stauferzeit. Auch die Renaissance weiß sich der zur Schauseite hin gebuckelten Steine zu bedienen. Nicht mehr so rustiziert, aber dem Buckelquader eng verwandt, sind die regelmäßig abgerundeten Polsterquader. Vor allem im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts kommt der Buckelquader wieder zu Ehren.
Karlheinz Fuchs
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