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Zick, Januarius (1730–1797)
Künstler

Er war der berühmteste der Künstlerfamilie Zick. Eigentlich hieß er Johann Rasso, wurde aber „Januarius“ zur Unterscheidung von seinem Malervater Johann genannt. 1730 in München geboren, stirbt Januarius nach einem reichen Maler- und Architektenleben in Ehrenbreitstein bei Koblenz. Er lernt beim Vater, kommt auf der Wanderschaft nach Paris, Basel und Rom und wird 1760 von Franz Georg von Schönborn aus dem berühmten Baumäzenatengeschlecht an den Trierer Hof gerufen. Als Freskant malt er unter anderem die Klosterkirchen von Wiblingen und Rot an der Rot aus und gilt dabei als „letzter bürgerlicher Großmaler Deutschlands“, der deutlich den Übergang vom Barock zum Klassizismus markiert, also die Wende vom Illusionismus und formalem Überschwang zu einer übersichtlichen Ökonomie, vor allem im Figurenwerk.
Wie sein Vater war auch Januarius Architekt. Seine berühmteste Arbeit ist dabei die Vollendung der Wiblinger Klosterkirche von 1778 an.

Karlheinz Fuchs

Referenzen