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Bagnato, Johann Caspar (1696–1757)
Künstler

Der Barockbaumeister Johann Caspar Bagnato zählt zu den bedeutendsten Architekten, die für den Deutschen Orden gearbeitet haben. Sein Tätigkeitsfeld lag im südlichen Schwäbischen Reichskreis, also zwischen Elsass und Lech. Geboren wurde er in Landau (Pfalz) als Sohn eines italienischen Gast-Bauwerkers. Bagnatos Mutter, Anna Maria Stickelmeyer, war eine Einheimische. Das Bürgerrecht erwarb er sich 1729 durch Heirat mit der Ravensburgerin Maria Anna Walser, die einem angesehenen Bürgergeschlecht entstammte. Danach war ihm das Schicksal keinesfalls hold: Der älteste Sohn, den er gern zum Nachfolger herangezogen hätte, wurde kriminell, die Frau untreu, er selber dauerhaft krank, gequält von der Gicht, die ihm das Reisen zu seinen weit auseinander liegenden Projekten zur permanenten Pein machten. Am 15. Juni 1757, gerade 60, wurde er auf einer Reise zur Insel Mainau, wo er die Schlosskirche Maria baute, „von einer Krankheit überfallen und ins Grab gelegt“. Im Blick auf Los und fragile Gesundheit ist Bagnatos Arbeitspensum enorm: im heutigen Südwürttemberg etwa 1731 das Pfarrhaus in Ravensburg (fraglich), 1731 bis 1733 St. Maria Magdalena in Friedberg bei Saulgau, 1732 eine Kapelle für St. Martin in Meßkirch, 1747 St. Otmar in Bremelau bei Münsingen und Kloster-Weiterbau in Obermarchtal, 1753 bis 1755 St. Afra in Obernheim sowie 1754 bis 1758 Chor und Sakristei von St. Blasius in Ehingen (Donau).

Karlheinz Fuchs

Referenzen