|
Architrav
Kunst- und Baugeschichte
Architrav (griech. archi- „ober-“, „erster“ und lat. trabs „Balken“) oder Epistyl (griech. epi-studion „das auf den Säulen liegende“), Bezeichnung für den waagerechten, tragenden Hauptbalken aus Holz oder Stein, der Säulen, Pfeiler oder Bögen überspannt. Der Architrav dient als Auflage und Träger des Gebälks. Das Material, aus dem Architrav und Überbau (Ziergiebel, Dach) bestehen, ist ausschlaggebend für den möglichen Abstand zwischen den stützenden Säulen oder Pfeilern. Unterschieden wird zwischen dem monolithischen (aus einem Stück gebildeten) und dem mehrschichtig aufgebauten Architrav, bei dem die zusammengefügten Blöcke in mehreren Reihen angeordnet sein können, um die Tragfähigkeit zu erhöhen. Der Architrav wird in der antiken Architektur entwickelt und in den von ihr beeinflussten Baustilen Renaissance, Barock und Klassizismus wieder aufgenommen.
Annegret Kotzurek
Referenzen

© 2004-2007 Wais & Partner, Impressum
|