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Empore
Kunst- und Baugeschichte
Tribüne oder Galerie in der Kirche, zu deren Entwicklung liturgische, statische, ästhetische und praktische Gründe beitrugen. Sie diente der Trennung von bestimmten Gemeindegruppen, z.B. Frauen, Nonnen (Nonnenchor) oder Hofstaat. Hier fanden die Orgel oder die Kirchenchorsänger (Sängerempore oder Engelchor) Platz. In mittelalterlichen Pilgerkirchen hatte die Empore die Funktion als Teil des Pilgerwegs. Prozessions- bzw. Umgangsemporen finden sich auch in barocken Wallfahrtskirchen. Mit Emporen wurde die Bodenfläche vergrößert, sie übernahm statische Funktion als Widerlager für die Hauptschiffgewölbe und fungierte als wandgliederndes Element. Sich zum Innenraum hin öffnend liegt sie im Zentralbau über dem Umgang, in der Basilika über den Seitenschiffen, wobei sie gelegentlich um die Querschiffarme geführt wird, über dem West-Eingang und in Hallen- oder Saalkirchen ruht sie – oft nachträglich eingebaut – auf einem eigenen Gerüst. Bei einem ausgebauten Obergeschoss spricht man von einer echten, bei einer Wandöffnung, die nur in den Dachstuhl führt, von einer unechten und bei einer ohne eigenen Raum dahinter von einer Scheinempore.
Elena Tutino
Referenzen

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