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Retabel
Kunst- und Baugeschichte
(lat. retabulum „Rückwand“), ein mit Gemälden oder Skulpturen geschmückter Altaraufsatz auf dem hinteren Teil der Mensa oder eine auf einem Podest hinter dem Altar aufgestellte Tafel mit rahmendem Aufbau, die sich zum Dyptichon, Tryptichon oder Polyptichon entwickelte. Um den Altar zu hinterfangen, konnte anstelle eines Retabels auch ein Wandbild oder Mosaik, ein Vorhang oder ein Kult- oder Andachtsbild (z.T. in einer Nische) verwendet werden. Die frühesten erhaltenen Retabel stammen aus dem 12. Jahrhundert, wobei bis zum Ende des Mittelalters die Mehrzahl der Altäre über kein Retabel verfügte. Erst im 17./18. Jh. bekommt jeder Altar im katholischen Kultraum - unabhängig von seinem Rang - ein Retabel. Seit den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts wird zunehmend auf das Retabel verzichtet, damit rückt die Gestaltung der Altarwand wieder in den Vordergrund.
Elena Tutino
Referenzen

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