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Joerg, Hänslin der Jüngere (um 1420 bis ca.1490)
Künstler

Die Quellen zu Aberlin Joergs jüngerem Bruder Hänslin sind äußerst unergiebig. Belegt scheinen allenfalls seine Lebensdaten (zwischen 1420 und 1490). Der neueste Baden-Württemberg-Dehio erwähnt lediglich seine ausführende Beteiligung an der vom Vater geplanten Balinger Stadtkirche und den Einbau der Gewölbe in die Osttürme der Weilderstädter St. Peter und Paulskirche (um 1470). Koepf wiederum mutmaßt, Hänslin d. J. sei, wie Bruder Aberlin, an der Stuttgarter Bauhütte ausgebildet worden. Offenbar hilft er um 1470 in Markgröningen, wo die Familie auch reich begütert war – zumindest nach Koepf – seinem Bruder Aberlin bei der Chor-Einwölbung für die Bartholomäuskirche. Später arbeitet er mit Bernhard Sporer zusammen am Chor der Münsinger Pfarrkirche St. Johannes. Koepf bewertet ihn trotz dieses doch etwas vagen Werknachweises so: „Im Steinmetzdetail ist er schwächer und sein Lebenswerk lässt sich mit dem seines fleißigeren und gründlicheren Bruders, der ihn auch bei kleineren Bauten als Mitarbeiter beschäftigt haben dürfte, kaum messen. Von seinem gleichnamigen Sohn, der noch 1474 in Calw erwähnt ist, finden wir später keine Spuren mehr.“

Karlheinz Fuchs

Referenzen