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Gewölbe
Kunst- und Baugeschichte
Das Gewölbe ist eine gekrümmte Raumdecke aus Stein, Ziegel oder Beton. Bis zur Erfindung des Stahlbetons war es die einzige statische Möglichkeit, große Räume massiv zu überspannen. Schon in Ägypten geläufig, perfektionierten die Römern das technische Verfahren (Rom, Konstantinsbasilika). Vom westlichen Abendland in frühchristlicher Zeit gemieden, schuf der byzantinische Osten die bedeutendsten Gewölbe (Konstantinopel, Hagia Sophia). Das Tonnengewölbe mit halbkreis-, segment- oder spitzbogenförmigem Querschnitt ist die einfachste Gewölbeform. Durchdringen sich zwei gleich hohe Tonnengewölbe, entsteht das Kreuzgewölbe. Bilden sich an den Schnittpunkten der Gewölbeflächen eines Kreuzgewölbes Grate, handelt es sich um ein Kreuzgratgewölbe. Werden diese von tragenden Rippen verstärkt, spricht man von einem Kreuzrippengewölbe. Figurierte Gewölbe sind solche, bei denen Rippen Figuren bilden (u.a. Sterngewölbe, Netzgewölbe, Fächergewölbe). Das Klostergewölbe wird von vier oder mehr Wangen einer Tonne gebildet. Wird ein Muldengewölbe, eine Tonne mit gewölbten Enden, am Scheitel abgeschnitten, spricht man von einem Spiegelgewölbe. Die Kuppel ist eine Sonderform des Gewölbes.
Elena Tutino
Referenzen

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