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Atrium
Kunst- und Baugeschichte

Der Begriff kommt vom lateinischen "ater", schwarz. Es kann aber auch rauchgeschwärzt heißen und auf den Hauptraum des römischen Wohnhauses weisen, in dem der holzbefeuerte Herd stand. Später bekam dieser Raum eine viereckige Öffnung im Dach, durch die sich der Regen in einem darunterliegenden Bassin sammelte. So entstand schließlich der offene, von einem Säulengang umgebene Innenhof, nach dessen Vorbild sich dann das Atrium im altchristlichen Kirchenbau zu einem Vorhof auf der Basilika-Westseite entwickelte, der von einer Säulenhalle, dem Peristyl, umgeben war, eine Vorhalle, die in der Mitte auch einen Brunnen für rituelle Waschungen bereithielt. Diese in Rom entwickelte Spezies hieß auch "Paradies". Im Mittelalter wurde aus jener Säulenhalle schließlich eine noch immer "Paradies" genannte querrechteckige Vorhalle.

Karlheinz Fuchs

Referenzen