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Palmette
Kunst- und Baugeschichte
Palmette (lat. palma „flache Hand“ oder „Palmbaum“; frz. Palmette „kleine Palme“), vegetabiles Ornament, das in stilisierter Form einen Palmwipfel nachbildet und aus streng symmetrisch angeordneten fächerförmigen Blättern besteht. Ausgehend vom großen Zentralblatt verkleinern sich die übrigen Blätter zu den Seiten hin, wobei ihre Spitzen in einer gleichmäßigen Kurve angeordnet sind. Der Blattfächer wird unten durch ein zungenartiges Gebilde zusammengehalten und sitzt oft im Zwickel zweier S-förmig gegeneinander bewegter Voluten. Die Palmette kann einzeln vorkommen, wird aber meistens als Fries fortlaufend oder im Wechsel mit Lotosornamenten aneinandergereiht. In der griechischen und römischen Kunst entwickelt sie sich zu einem der beliebtesten Ornamente und findet in der Architektur, Reliefplastik und in der Vasenmalerei außerordentlich häufige Verwendung. Später wird sie auch vereinzelt in der karolingischen Kunst und der Romanik, häufiger dann in Renaissance, Klassizismus und Historismus wieder aufgegriffen.
Annegret Kotzurek
Referenzen

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