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Mäander
Kunst- und Baugeschichte
Mäander (griech. Maiandros, heute Menderes), kleinasiatischer Fluss in der Ebene von Milet (Westtürkei) mit stark gewundenem Unterlauf, dessen Name deshalb schon in der Antike für „Krümmung“ schlechthin stand. In der Kunst bezeichnet Mäander ein in regelmäßigen Abständen rechtwinklig geknicktes oder spiralartiges Ornamentband. Eine Sonderform ist der so genannte Doppelmäander, der aus zwei entgegengesetzt verlaufenden Mäandern besteht. Die gerundete, als Wellenlinie gestaltete Form wird Laufender Hund (Spiralmäander, Wellenspirale) genannt. Der Mäander wird während der ganzen europäischen Antike als Ornament in Malerei und Architektur verwandt und beeinflusst auch die germanische und die keltische Kunst. In der mittelalterlichen Wand- und Buchmalerei wird der Mäander bis in das 12. Jh. hinein verwandt, und dann erst im Klassizismus durch die Rezeption klassischer griechischer Formen wieder entdeckt.
Annegret Kotzurek
Referenzen

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